
Galoppwechsel richtig reiten mit Stangenübungen
Der fliegende Galoppwechsel ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung deines Pferdes. In Dressurprüfungen wird der
Was macht tensegrales Pferdetraining eigentlich so besonders?
Sabrina Schreiner erklärt die Methode anschaulich und bietet einen Kurs an, in dem Reiter:innen gemeinsam mit ihrem Pferd die Prinzipien Schritt für Schritt praktisch umsetzen können.
Dein Pferd hat immer wieder dieselbe Verspannung, läuft mal gut – und ein paar Wochen später bist du wieder am selben Punkt. Der Rücken fühlt sich fest an, die Hinterhand „kommt nicht richtig durch“ und irgendwo zwickt es ständig.
Und obwohl du fleißig trainierst, Übungen variierst und dir Mühe gibst, scheint der Körper deines Pferdes trotzdem immer wieder auf Sparflamme oder auf Notbetrieb zu laufen. → Vielleicht liegt das Problem gar nicht dort, wo du es bisher gesucht hast.
Im klassischen Pferdetraining wurde Bewegung lange Zeit in Einzelteilen betrachtet: mehr Hankenbeugung, mehr Aufrichtung, mehr Bauchmuskeln, mehr „Rücken hoch“. Oder – je nach Schule – mehr Zug, mehr Rahmen, mehr Form.
Pferde bewegen sich nicht in Einzelteilen.
Sie funktionieren nicht wie eine Maschine, bei der man nur an der richtigen Schraube drehen muss. Der Pferdekörper arbeitet als komplexes Ganzes, bei dem alles miteinander verbunden ist. Und genau hier setzt das tensegrale Pferdetraining an.
Der Begriff tensegral kommt aus dem Konzept der Tensegrity und setzt sich aus tension (Zugspannung) und integrity (Ganzheit) zusammen.
Übertragen auf den Pferdekörper bedeutet das:
Stabilität entsteht nicht durch Festhalten, Blockieren oder Fixieren einzelner Körperbereiche.
Stabilität entsteht durch ein dynamisches Gleichgewicht aus Zug- und Druckkräften im gesamten Körper.
Die Knochen liegen also nicht einfach wie Bauklötze aufeinander.
Sie „schweben“ vielmehr in einem elastischen Spannungsnetz aus Faszien, Sehnen, Bändern und Muskeln.
Verändert sich die Spannung an einer Stelle – reagiert der ganze Körper darauf.
Oder einfacher gesagt: Zieht es hinten irgendwo schief, meldet sich vorne jemand zu Wort. Garantiert.
Eine Hauptrolle spielen dabei die Faszien.
Sie sind nicht bloß „Verpackungsmaterial“ für Muskeln, sondern ein hochsensibles, dreidimensionales Netzwerk, das den gesamten Körper durchzieht.
Faszien:
verbinden Strukturen miteinander
leiten Kräfte weiter
koordinieren Bewegung
federn Belastungen ab
Ein gesundes Fasziensystem ist elastisch, gleitfähig und anpassungsfähig.
Ist es jedoch überlastet, verklebt oder ständig unter Spannung, zeigt sich das schnell in der Praxis:
eingeschränkte Beweglichkeit
Ausweichbewegungen und Kompensationen
erhöhte Muskelspannung
„komische“ Lahmheiten ohne klaren Befund
oder das berühmte: „Irgendwas stimmt nicht, aber man kann es nicht genau greifen.“
→ Viele dieser Probleme entstehen nicht, weil das Pferd zu wenig Muskeln hat –
sondern weil die fasziale Spannung nicht mehr stimmt.
Klassisches Training versucht solche Schwierigkeiten häufig lokal zu beheben:
mehr Hinterhandaktivität, stärkere Bauchmuskeln, mehr Aufrichtung.
Doch ohne funktionierende fasziale Verbindungen kann diese Kraft gar nicht sinnvoll durch den Körper fließen. Die Energie verpufft unterwegs, Bewegungen werden kurz, fest oder hektisch. Einzelne Muskeln arbeiten dauerhaft im Überstundenmodus, während andere sich gemütlich zurückziehen.
Das Pferd wirkt vielleicht fleißig und spektakulär – bewegt sich aber nicht ökonomisch und nicht nachhaltig gesund. Gerade weil Pferde ihren Rumpf rein muskulär tragen müssen, hat das enorme Auswirkungen: auf Rücken, Sehnen, Gelenke – und letztlich auf die langfristige Gesundheit.
Erstelle mit Happie einen Plan für dein Wintertraining und lasse dich von vielen hochgeladenen Trainingsdateien und Übungen inspirieren!Ein tensegraler Trainingsansatz setzt deshalb früher an.
Nicht bei der äußeren Form, sondern bei der inneren Qualität der Bewegung.
Bevor Kraft aufgebaut wird, braucht es:
echte Losgelassenheit
gleitfähige Faszien
Muskeln, die anspannen und wieder loslassen können
Stabilität entsteht hier nicht durch Hilfsmittel oder Festhalten, sondern durch das schrittweise Erklären einer aktiven Selbsthaltung, die das Pferd versteht – und selbstständig einnehmen kann.
Das Ziel:
Energie entsteht in der Hinterhand, setzt sich über den Rumpf fort und kommt vorne frei und ungebremst an – bei einem Rumpf, den das Pferd selbst trägt.
Ein weiterer Schlüssel im tensegralen Pferdetraining ist Variation.
Faszien lieben wechselnde Reize:
unterschiedliche Tempi
Übergänge
Linienführungen
kleine koordinative Aufgaben
Monotone Wiederholungen dagegen führen oft zu Spannungsverlust oder Überlastung. Abwechslung hält das System wach, elastisch und lernfähig – körperlich wie mental.
Ein locker schwingender Rücken, ruhiger Takt oder ein müheloser Trab sind in diesem Verständnis keine einzelnen Übungen, sondern das Resultat eines gut aufgebauten, individuellen Trainingsansatzes. Tensegrales Pferdetraining setzt nicht bei der äußeren Optik an, sondern bei dem, was darunter passiert.
Das Ergebnis:
effizientere Bewegung
weniger Verschleiß
bessere Rittigkeit
und vor allem: langfristige Gesunderhaltung
Pferde bewegen sich nicht muskelweise, sondern systemisch. Wer Training wirklich ganzheitlich denkt, kommt an Faszien und tensegralen Zusammenhängen nicht vorbei. Es geht weniger ums ständige Korrigieren und mehr um ehrliches Verstehen. Um ein Training, das den Körper des Pferdes aufbaut, statt ihn langsam zu verbrauchen.
Tensegrales Training lebt davon, dass du nicht nur Übungen sammelst, sondern Zusammenhänge erkennst: Was verändert den Rücken wirklich? Wann wird der Takt ruhiger? Welche Variation löst Spannung, welche erzeugt sie. Genau hier wird die Happie Horse App zu deinem Trainingstagebuch mit System. Du hältst Trainingseinheiten und Beobachtungen fest, verknüpfst sie mit Symptomen und Körpergefühl und kannst so über Wochen nachvollziehen, welche Reize deinem Pferd helfen. In der Akademie findest du passende Bodenübungen und Trainingsimpulse für Koordination, fasziale Elastizität und Selbsthaltung. So entsteht aus dem „Heute war es besser“ ein klarer roter Faden und aus einzelnen guten Momenten ein stabiler, gesunder Trainingsaufbau.

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