barefoot horse

Vor- und Nachteile der Barhufhaltung

Unter Barhufhaltung versteht man die Haltung von Pferden ohne Hufeisen, so dass sie mit ihren Hufen ohne Metallbeschlag auf natürlichem Untergrund gehen und laufen können. Diese Praxis basiert auf der Idee, dass Pferde Hufe haben, die von Natur aus für das Gehen und Laufen auf verschiedenen Untergründen geeignet sind, und dass Hufeisen die natürlichen Funktionen des Hufs beeinträchtigen können, wie z. B. das Spreizen des Hufs, wenn er auf den Boden trifft, ähnlich wie beim menschlichen Fuß.

Alles über die Barhufhaltung

Vorteile des Barhufs

  1. Verbesserte Hufgesundheit: Indem sie dem Huf erlauben, auf natürliche Weise zu funktionieren, können Barhuf-Pferde stärkere und gesündere Hufe entwickeln die besser in der Lage sind Stöße zu absorbieren und Schäden zu widerstehen.
  1. Erhöhter Blutfluss: Das Gehen und Laufen ohne Hufeisen kann die Durchblutung der Hufe anregen, die Durchblutung fördern und das gesunde Wachstum unterstützen.
  1. Bessere Traktion: Barhuf-Hufe bieten eine bessere Bodenhaftung auf verschiedenen Untergründen, auch auf weichem oder rutschigem Boden.
  1. Bessere allgemeine Bewegung: Barhuf-Pferde können sich freier und natürlicher bewegen, ohne die Einschränkungen durch Metallbeschläge, was zu einer besseren Leistung und einem geringeren Verletzungsrisiko führen kann.
  1. Kosteneinsparungen: Der Verzicht auf den Kauf und die Wartung von Hufeisen kann zu Kosteneinsparungen für Pferdebesitzer führen.

Nachteile des Barhufs

  1. Hufempfindlichkeit: Bei Pferden mit weichen Hufen kann es vorkommen, dass sie sich unwohl fühlen oder empfindlich reagieren, wenn sie ohne Hufeisen auf rauem oder steinigem Untergrund laufen. Dies kann zu Lahmheiten oder anderen hufbezogenen Problemen führen.
  2. Pflegeanforderungen: Barhuf-Pferde müssen regelmäßig beschlagen und gepflegt werden, um ihr Gleichgewicht und ihre Gesundheit zu erhalten. Dies kann mehr Aufmerksamkeit erfordern als bei beschlagenen Pferden.
  1. Traktion: Bestimmte Hufbeschläge können die Traktion auf verschiedenen Untergründen verbessern, z. B. Hufeisen mit Spikes in Gegenden mit gefrorenen Böden.

Ist der Barhuf für jedes Pferd geeignet?

Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Pferde für den Barhuf geeignet sind und dass die richtige Hufpflege und -wartung entscheidend dafür ist, dass das Pferd gesund bleibt und sich wohl fühlt. Es ist wichtig, eng mit einem qualifizierten Hufschmied oder Barhufpfleger zusammenzuarbeiten, um festzustellen, ob ein Pferd für das Barhufgehen geeignet ist, und um einen geeigneten Trimm- und Pflegeplan zu erstellen.

Kann dein Pferd Barhuf gehen?

  1. Gesunde Hufe: Ein Pferd mit gesunden Hufen, die gut geformt, stark und dick sind, kann eher barfuß gehen. Pferde mit schwachen, dünnen oder brüchigen Hufen sind ohne Hufeisen anfälliger für Verletzungen und Unwohlsein.
  1. Guter Körperbau: Pferde mit einem guten Körperbau, d.h. mit korrekt stehenden Beinen und Hufen, sind besser für die Belastungen des Barhufs gerüstet.
  1. Angemessene Arbeitsbelastung: Pferde, die auf weichem Untergrund wie Sand, Gras oder Erde arbeiten, sind für das Barhufleben besser geeignet als Pferde, die auf hartem Untergrund wie Asphalt arbeiten.
  1. Schrittweiser Übergang: Wenn ein Pferd zuvor beschlagen war, ist es wichtig, es schrittweise an das Barhufleben zu gewöhnen, damit sich die Hufe anpassen und stärken können. Dazu kann es notwendig sein, die beschlagsfreie Zeit schrittweise zu erhöhen und das Pferd auf Anzeichen von Unwohlsein oder Lahmheit zu beobachten.

Das Pferd an Barhuf gehen gewöhnen

Wenn du dein Pferd auf Barhuf umstellen willst, sprich zuerst mit deinem Tierarzt und deinem Hufschmied, um sicherzugehen, dass dies eine geeignete Option ist. Untersuche die Hufgesundheit deines Pferdes und passe die Ernährung an, um sicherzustellen, dass dein Pferd alle für die Hufgesundheit notwendigen Nährstoffe erhält. Reduziere gemeinsam mit deinem Hufschmied schrittweise den Hufbeschlag und achte genau darauf, wie wohl sich dein Pferd während der Umstellung fühlt. Beobachte die Hufe deines Pferdes auf Anzeichen von Unwohlsein und passe sie bei Bedarf an. Erwäge die Verwendung von Hufschuhen oder -polstern für zusätzlichen Halt und Schutz. Regelmäßige Hufpflege, einschließlich Trimmen und Instandhaltung ist sehr wichtig. Sei geduldig und verstehe, dass der Übergangsprozess bei manchen Pferden länger dauern kann.

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